Puls-Check: Das bringt uns die Arbeitswelt 4.0

Gastartikel von Maja Könninger, Campusjäger

Die beiden Megatrends Industrie 4.0 und digitaler Wandel sind sowohl in den Medien, unserer Gesellschaft und der Wirtschaft omnipräsent. Dass sich in der künftigen Arbeitswelt 4.0 vieles verändern wird ist klar. Doch wie genau werden wir künftig arbeiten? Und wie sehen Studenten-also die Arbeitnehmer von Morgen- diesen Wandel? In einer neuen Studie geht Campusjäger diesen Fragen auf den Grund.

Blick in die Zukunft
Im März 2017 hat das Karlsruher Start-up Campusjäger 1000 Studenten zu ihrer Sicht auf die Arbeitswelt 4.0 befragt. Vernetzte Produktionsprozesse und die Möglichkeit, ja fast sogar die Verpflichtung durch digitale Technologien ständig erreichbar zu sein prägen unsere Art zu arbeiten.

Manch einem könnte die ständigen Veränderungen Angst einjagen, nicht so den von Campusjägern befragten Studenten: Mehr als zwei Drittel der Befragten glauben künftig Erfolg auf dem Arbeitsmarkt zu haben und sehen den Wandel durch Industrie 4.0 und Digitalisierung als Chance.

Mit Kollege Roboter konkurrieren
Schon heute arbeiten wir in einer digitalisierten Welt. Knapp 79 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind in ihrem Beruf auf Internet und Handy angewiesen und auch im Privatleben legt kaum einer die mobilen Geräte länger als einen Tag aus der Hand.

Auch die Industrie 4.0 hat die Arbeitswelt fest im Griff. Intelligente Maschinen werden miteinander vernetzt und produzieren so effizient wie nie.

Viele Arbeitnehmer befürchten aktuell, von Robotern vom Arbeitsmarkt verdrängt zu werden. Anders die Teilnehmer der Studie: Lediglich 7 Prozent glauben künftig an eine hohe Arbeitslosenquote.

Auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht nicht davon aus, dass Roboter den Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen. Zwar sollen bis zum Jahr 2025 knapp 1,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen.  Jedoch werden Industrie 4.0 und Digitalisierung laut Studie rund 1,5 Millionen neue Jobs entstehen lassen.

Technische Berufe sind gefragt wie nie
Die von Campusjäger befragten angehenden Techniker, Ingenieure und Informatiker blicken am optimistischsten in die Zukunft. Mehr als 90 Prozent der Befragten dieser Fachrichtungen rechnen sich künftig gute Karrierechancen aus.

Dass dies berechtigt ist zeigt eine weitere IAB- Studie. Im Jahre 2030 werden deutschlandweit etwa 60.000 Fachkräfte im technischen Bereich gesucht sein.
Der Einsatz neuester Technologien erhöht den Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

Weitere Jobs mit Perspektive
Gute Karrierechancen werden auf dem künftigen Arbeitsmarkt außerdem Berufe haben, deren Anforderungsprofil an die Grenzen der Fähigkeiten von Maschinen stößt.

Laut Prognosen der beiden Wissenschaftler Carl Benedict Frey und Michael Osbourne werden das künftig vor allem kreative Berufe, wie Schriftsteller oder Schauspieler und soziale und wissenschaftliche Tätigkeiten sein. Diese sind zumindest nach dem bisherigen Stand der Technik schwer automatisierbar.

Veränderte Anforderungsprofile
Industrie 4.0 und Digitalisierung verändern bestehende Berufsbilder und bringen ständig neue hervor. Die Vernetzung einzelner Abteilungen im Unternehmen und sogar ganzer Branchen erfordert Kenntnisse über die eigentliche Fachdisziplin hinaus. Auch in Berufen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Technik zu tun haben, ist ein umfassendes Verständnis der technischen Abläufe im Unternehmen wichtig.

Auch die Mehrheit der Befragten des Puls-Checks halten technische und informatische Kenntnisse für die wichtigste Kernkompetenz der künftigen Arbeitswelt.

Soft-Skills als Alleinstellungsmerkmal
Nie zuvor haben wir uns in einem so rasanten Wandel befunden. Um von der Technologiewelle nicht überrollt zu werden, ist es wichtig schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

Das große Stichwort der Arbeitswelt 4.0 ist lebenslanges Lernen, Erfolg wird nur derjenige haben, der sich aus eigenem Antrieb motiviert und sich kontinuierlich weiterbildet. Auch die befragten Studenten zählen Flexibilität und Leistungsbereitschaft zu den künftig wichtigsten Fähigkeiten.

Neue Arbeitsformen wie Home-Office oder Co-working Spaces gestehen uns eine ganze Menge Freiraum zu. Das erfordert von Arbeitnehmern ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft und die Fähigkeit strukturiert und eigenverantwortlich arbeiten zu können.

Außerdem ist es wichtig, eigene Fähigkeiten zu fördern, die Maschinen an ihre Grenzen stoßen lässt. Das sind, zumindest nach aktuellem Stand der Technik, vor allem soziale Kompetenzen wie beispielsweise Teamfähigkeit.

Autorenprofil:

Maja Könninger studiert Internationales Marketing Management an der Karlshochschule International University. Seit März 2017 unterstützt sie das Karlsruher HR-Start-up Campusjäger im Content-Marketing. Hier werden schnell und einfach Jobs zwischen Studierenden und Unternehmen vermittelt. Studierende erhalten auf ihr Profil angepasste Jobvorschläge und können sich mit einem Klick bewerben. Unternehmen profitieren ihrerseits von der Vorauswahl potenzieller Kandidaten.