Umfrage: Studenten wählen Arbeitgeber häufiger nach sozialen Faktoren aus

Apple, Google, Coca Cola, Siemens, BMW …

Na, wer sagts denn!

Von: Christian PAPE
Waren es bei Umfragen unter Studenten seit vielen Jahren immer eher die willenlosen Statements auf die Frage: „Wo möchtest du am liebsten arbeiten?“, so neigt sich das Blatt langsam und zunehmend und es kommen kritischere Töne an die Oberfläche bei der Wahl des Traum-Arbeitgebers. Früher ging kein Weg vorbei an den „Mega Brands“, egal ob das Unternehmen zu mir passt oder nicht – ich will da hin.

Die Aussagen und Auswahlkriterien werden präziser und weichen genaueren Aspekten. Das liegt natürlich auch an der zunehmenden Bedeutung von Bewertungsportalen, über deren Objektivität gestritten werden darf, aber zumindest geben sie einen – wenn auch subjektiven Eindruck der Unternehmenskultur wider und regen zum Nachdenken an, dass nicht alles automatisch in Butter ist, auch wenn das Unternehmen in der NASDAQ Liga spielt.

Zum Beispiel fand CSR Jobs.de in Kooperation mit dem Hochschulmagazins audimax  in einer jüngsten Umfrage unter Absolventen und Young Professionals heraus, dass – nur etwas abweichend in der Priorisierung ob männliche oder weibliche Personen befragt wurden – folgende Punkte die Auswahl am stärksten beeinflussen::

  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Kinderbetreuungsangebote
  • Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Sabbaticals

Die Offenheit für Employer Branding ist in allen Bereichen groß – man kann sagen, dass Informationen zu Arbeitsplatz, Maßnahmen und Angebote des zukünftigen Arbeitgebers geradezu eingefordert werden, um sich ein eigenes Bild von interessanten Arbeitgebern machen kann.

Wir sehen diesen Trend sehr positiv und können nur dazu anregen, sich immer selbst ein kritisches Bild zu einem Unternehmen als Arbeitgeber zu machen. Sich aber nicht zu sehr von Statistikern und „Umfragen“ leiten zu lassen, allen voran die zweifelhaften Versuche einiger Organisationen, die „besten Arbeitgeber“ zu küren, obwohl nur ein kleiner (zahlender) Kreis überhaupt getestet wird. Siehe hierzu unseren Blogbeitrag:
„Beste Arbeitgeber“