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    Recruitingstudie 2016 2017

    Studie Recruiting Trends 2016 ∙ 2017

    recruitingtrend 2014 München, den 23.05.2016

    Die Key-Facts

    Anhaltend starker Bedarf an neuen Mitarbeitern +++ Keine Zeit für Ausbildung: Erfahrung bevorzugt +++ Bewerber stellen Unternehmen miserables Zeugnis aus +++ +++ Big Data – Big Problems +++ Nur 37% empfinden die Bearbeitung ihrer Bewerbung als zügig +++ Zu wenig Kandidatenorientierung in Vorstellungsgespräch und Assessments +++ Absagen der Unternehmen sind 80% der Bewerber zu unpersönlich +++ Kleinere Unternehmen bieten besseren Bewerbungsprozess  +++ Die Schere geht weiter auseinander: Gewinner und Verlierer bei der Suche nach neuem Personal +++ Jeder dritte Personalentscheider konstatiert Fehlentscheidung bei Neueinstellung wegen Zeitdrucks  +++ Jobbörsen überschätzt +++ Alle wollen zu den großen Brands: Mittelständer sind bedient +++ Große Unzufriedenheit mit Personalvermittlern +++ Employer Branding weiter Zukunftsthema +++ Anhaltender Fach- und Führungskräftemangel

    Die Mega-Trends der letzten Jahre

    … bleiben auch 2016 und 2017 weiterhin bestehen. Mehr als 90% der Unternehmen klagen über Schwierigkeiten, vakante Stellen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Die Personalentscheider Deutschlands sehen die größte Herausforderung darin, geeignete Bewerber für ihre vakanten Stellen zu finden.

    Immer größerer Zeitdruck bei der Personalsuche
    Mittlerweile klagen fast die Hälfte (47%) aller Personalentscheider über die Schwierigkeit, vakante Stellen schnell zu besetzen. Gerade für Unternehmen, die sich keines bekannten „Brands“ erfreuen, nimmt die Suche nach dem passenden Kandidaten oft zu viel Zeit in Anspruch. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass eine zeitnahe Besetzung bereits zu den Top3 – Problemen der Personaler zählt.

    Big Data – Big Problems
    Gerade in speziellen Bereichen ist der „Leidensdruck“ besonders groß, gute IT – Profile sind auf dem Markt weiterhin schwer zu finden. Vor allem Experten für strategische Zukunftsthemen wie „Big Data“ sind stark umworben und werden von einer Vielzahl von Unternehmen gebraucht. Hier heißt es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen Mittel und Wege zu finden, wie man diese Spezialisten ins eigene Unternehmen holen kann.

    Jobwachstum
    Was die geplanten Neueinstellungen angeht, setzt sich der Trend aus den letzten Jahren fort. Bis auf wenige Ausnahmen stehen auch im nächsten Jahr wieder Neueinstellungen auf dem Plan. Teilweise in erheblichem Maße, 16% unserer Befragten geben an, dass Sie im nächsten Jahr einen Personalbedarf von mehr als 100 Personen haben!

    Was beschäftigt die Personalentscheider im Jahr 2016?
    Neben dem Kernthema Fachkräftemangel, das den Chefs und Entscheidern schon seit einigen Jahren, die Schweißperlen auf die Stirn treibt, geht es im nächsten Jahr vor allem darum, Lösungen für eine bessere Mitarbeiterbindung zu finden. Diese Problematik rangiert derzeit auf der zweiten Position, was die Herausforderungen in der Personalbeschaffung im nächsten Jahr angeht.

    Recruitingwege
    Online-Jobbörsen dominieren weiterhin als das vorrangige Medium für die Suche nach den neuen Mitarbeitern der Wahl. Über 90% der Unternehmen nutzen diesen Weg des Recruiting mindestens „häufig“. Das ist trotz Themen wie „Bewerber-Spam“ eine weitere Steigerung um 6% zum Vorjahr.
    Die Zufriedenheit und Ausbeute hingegen rechtfertigen diesen Trend jedoch weniger. Das zeigt, dass andere Mittel und Suchmethoden fehlen, um die Ausbeute und Besetzungswahrscheinlichkeit zu erhöhen.
    Die Devise lautet also: „Weiter so…!“, trotz der anhaltenden Probleme und des Wissens, dass die Probleme damit nicht gelöst werden können.

    Besonders zufrieden mit der Qualität der Bewerber sind Unternehmen, die ihre Kandidaten aus dem eigenen Netzwerk rekrutieren. Diese Form des Recruiting eignet sich jedoch nur bedingt für größeren Personalbedarf.

    Outsourcen des Recruiting
    Diese Herangehensweise wird von vielen Unternehmen (immerhin 72%) noch nicht in Betracht gezogen und wenn doch, lässt die Zufriedenheit oft noch zu wünschen übrig. Hier zeigen unsere Ergebnisse aber auch, dass eine sehr hohe Varianz vorherrscht. Das heißt, einigen Unternehmen gelingt es, die passenden Ansprechpartner für ein zufriedenstellendes Oursourcing zu finden, während sich andere Firmen damit noch schwer tun.

    Eigene Online-Bewerbungsportale: Fluch oder Segen?
    Höchst unterschiedliche Ergebnisse erhalten wir, ähnlich wie schon beim Auslagern der Rekrutierung, bei den Online-Bewerbungsportalen der Unternehmen.
    Hier zeigt sich wieder einmal, dass eine bekannter „Brand“ für die Unternehmen überaus nützlich ist. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Firmengröße ein entscheidender Faktor dafür ist, ob man mit der Rekrutierung über diesen Kanal zufrieden ist.

    Wie sich aus der Auswertung der Kandidatenbefragung zeigt, finden jedoch nur 33% der Kandidaten Online-Bewerbungsportale hilfreich. Ein weiteres Drittel der Kandidaten findet die Handhabung zumindest „umständlich“ bzw. „technisch nicht ausgereift“. Größere Bedenken kommen vom Rest der Kandidaten, die sich aus Indiskretion gar nicht erst bewerben oder die Gefahr sehen durch Standardraster zu fallen, ohne ihre individuellen Stärken hervorheben zu können.

    Fehlentscheidungen
    Auch in diesem Jahr mussten viele Personaler eingestehen, dass es zu personellen Fehlentscheidungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter kam. Insgesamt waren 29% der Befragten davon betroffen, die teilweise sehr hohen monetären Kosten die damit verbunden waren, belaufen sich teilweise auf bis zu 100.000€!
    Hauptgründe für die Fehlentscheidungen, waren Zeitdruck bei der Besetzung der Stellen sowie der Mangel an passenden Bewerbungen.

    Trendprognose 2017
    In den Personalabteilungen Deutschlands hat sich einiges getan, was die Themen angeht, denen in Zukunft größere Bedeutung zukommt. Der größten Bedeutungszuwachs wird dem Recruiting von Berufserfahrenen vorhergesagt. Ganze 66% der Entscheidungsträger sehen dieses Thema als „wichtiger“ bzw. „sehr viel wichtiger“ als noch im letzten Jahr.

    Unterschiede von KMU´s zu großen Unternehmen und Konzernen
    Gute Nachrichten für kleine und mittlere Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter). Die befragten Bewerber bewerten „kleinere“ Unternehmen in Bezug auf die Handhabung des Bewerbungsprozesses besser als ihre größeren Mitstreiter. Gepunktet wird in den Bereichen „zügige Bearbeitung“, „persönlichere Handhabung“ und „wertschätzenderes“ Verhalten. Einzig in Sachen „Professionalität“ werden „die Großen“ etwas besser evaluiert.
    Dieser vermeintliche Sieg nach Punkten sollte den kleineren Unternehmen als Ansporn dienen, den Bewerbungsprozess noch weiter auf die Bedürfnisse der Kandidaten auszurichten.

    Vorstellungsgespräche und Assesments
    Nachholbedarf ist hier vor allem in den Bereichen „Offenheit/ Transparenz“ sowie „Kandidatenorientierung“ zu leisten. 43% der befragten Bewerber konstatieren einen Mangel in der „Kandidatenorientierung“ bei den geführten Gesprächen oder Treffen. Die Zufriedenheit wird seitens der Unternehmen  aber auf realitätsferne 91% geschätzt. Ähnliche drastische Schwankungen sind auch in anderen Bereichen, beispielsweise bei der „Authentizität“, zu erkennen.

    Absagen
    Auch beim Thema „Absagen“ fallen die Ergebnisse für die suchenden Firmen mangelhaft aus. Unternehmen verkennen scheinbar noch immer die Auswirkungen eines schlechten Bewerbungsprozesses auf ihre Arbeitgebermarke. Kandidaten, die schlechte Erfahrung mit dem Bewerbungsprozess eines Unternehmens gemacht haben, werden sich kaum nochmal bei diesem Unternehmen bewerben. Von schlechter Publicity seitens des abgelehnten Bewerbers ganz zu schweigen. Weiterhin hat man damit auch einen Endkunden für seine Produkte verloren.

    Studienhintergrund PAPE Lab

    Das „PAPE Lab“ untersucht jährlich in einem Trendbarometer, wie Personalentscheider, im wesentlichen CEO´s, Geschäftsleiter und Personalchefs, die eigene Personalbeschaffungssituation einschätzen und welche Recruitingtrends sie daraus ableiten. Die Befragung – bestehend aus einem quantitativen Teil und einem qualitativen Teil – wurde überwiegend in Onlineform und mit Hilfe von ausgewählten Experteninterviews durchgeführt.

    Für die Studie wurden bis Ende 2015 insgesamt 3.000 Personalverantwortliche aller Unternehmensgrößen zur Thematik „Recruitingtrends 2016 ∙ 2017“ befragt.

    In diesem Jahr wurde auch erstmals die Sicht der Bewerber anhand einer separaten Umfrage, hauptsächlich zum Thema Bewerbungsprozess, erhoben. Diese zweite Umfrage ermöglichte es das Selbst- und Fremdbild der Unternehmen gegenüberzustellen.

    Auf Seiten der Bewerber, wurde die Meinung von insg. 4.500 Kandidaten erhoben und ausgewertet.

    Die komplette Studie können Sie ab sofort hier herunterladen: LINK

    Download unserer Studie Recruitingtrends 2016

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