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Die besten Arbeitgeber der Welt 2013…? Die beruflichen Knuddelbären des Universums

Die besten Arbeitgeber der Welt 2013…? Die beruflichen Knuddelbären des Universums

Die besten Arbeitgeber der Welt 2013…? Die beruflichen Knuddelbären des Universums 200 147 Christian Pape
Christian Pape

Kolumne von Christian Pape

Wieder mal war es soweit. Nach der Bestenliste in Deutschland im April 2013, in der die Techniker Krankenkasse, Microsoft, NetApp und das Hotel Schindlerhof glänzten, wurden im Juni 2013 die besten Europas (Microsoft über alles in allen Kategorien) gekürt. Und nun beglückt uns Great Place to Work  auch noch mit der Liste der 25 besten Arbeitgeber weltweit. Und wer hätte es gedacht: Google ist die Nummer eins des Universum, der berufliche Knuddelbär 2013!

Auf Platz zwei landete der Unternehmenssoftware-Hersteller SAS, gefolgt vom Datenspeicher-Spezialisten NetApp und – weltweit muss man sich Sorgen machen: diesmal nur Platz 3 für den Software-Konzern Microsoft.

Erstes Unternehmen aus Europa ist auf der Liste der britische Spirituosenhersteller Diageo auf Platz acht. Die spanische Bank BBVA belegt Platz 13, der liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti Rang 15 und der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica Platz 16.

Deutsche Unternehmen tauchen in der Liste von Great Place to Work nicht auf. Wir sind als Arbeitgeber der Abschaum der Welt.

Liste alphabetisch sortiert, nicht nach Ranking. Bravo!

Dumm für Google: Auch ohne den teuren Preis hätte es geklappt. Denn geht man weltweit und auch in Deutschland an die Schulen, Universitäten und fragt: „Wo wollt ihr am Liebsten arbeiten?“ Dann sind die Mega-Brands immer ganz vorne. Dass bei Google, Microsoft oder Apple irgendwie jeder arbeiten will, weil man denkt, dort mit Geld beworfen zu werden und außerordentliche Glücksgefühle erlebt, weil man dort die Konkurrenz sowas von abzieht, steht sowieso außer Frage. Ob es für jeden dann das ideale Unternehmen ist, das zu einem passt?

Zugegeben, Deutschland ist, was das „Employer Branding“ angeht, noch Entwicklungsland, da ist uns USA im „Selbstmarketing“ weit voraus. Aber sind wir wirklich so schlecht im weltweiten Vergleich? Wir befragten vor Kurzem 2.800 Personalentscheider in Deutschland nach ihrer Meinung (Die Studie Recruitingtrends 2013 wird in Kürze veröffentlicht) und knapp 60% sehen hier Verbesserungsbedarf und wollen das Thema in 2014 endlich richtig angehen. Aber kann man nach einer Besten-Liste entscheiden, wer für MICH der ideale Arbeitgeber ist? Das sollte man bei all dem Medientrubel in jedem Fall kritisch und alleine für sich beantworten. Und vor allem: Bitte ohne Statistik. Churchill lässt grüßen.

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