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    Wie Headhunter auf die Suche gehen …

    aus Pressearchiv

    Die Vorstellung von konspirativen Treffen in Hotelhallen oder mysteriösen Anrufen, die mit der Frage starten „Können Sie gerade frei sprechen?“, umgeben die Branche mit der Aura des Geheimnisvollen. Die Wirklichkeit ist eher bodenständig. Erhalten wir einen Suchauftrag für eine Führungskraft, wird zunächst ein Wunschprofil erstellt. Was muss, was kann der Kandidat bieten, wo muss er herkommen? Ist dieses Profil mit dem Klienten abgestimmt, tritt der Researcher in Aktion. Die „Spürnasen“ im Hintergrund sind die Detektive der Branche, sie verschaffen sich einen Überblick über die relevanten Unternehmen und Kandidaten. Eigene Datenbanken, Branchenkenntnis, Empfehlungen sowie Referenzen und das sogenannte „Sourcing“ unterstützen die Recherche des Beraters. Der Personalberater führt dann mit den Kandidaten ein erstes Kontaktgespräch am Telefon und vereinbart mit den interessanteren persönliche Interview-Termine. Um den immer unübersichtlicher werdenden Markt der Fach- und Führungskräfte besser zu beherrschen, nimmt die Spezialisierung innerhalb der großen Beratungsgesellschaften zu. Allerdings mehr auf dem Papier, denn immer noch sind es weiterhin hauptsächlich Generalisten, die sich nur als Spezialisten positionieren, weil sie die Branche „sehr spannend“ finden. Vorsicht also, wenn der Berater vorgibt, ein „High-Tech-Spezialist“ zu sein und dann Microcontroller immer noch mit „k“ schreibt.

    Auf internationaler Ebene bilden die Spezialisten grenzübergreifende „Practice Groups“, die sich dann bei den Suchen über Eigenarten einer Branche oder auch potenzielle Daten austauschen.

    Und wie erzeugen Sie nun Aufmerksamkeit bei den diskreten Jägern?

    So mancher mag sich fragen, warum er noch nicht ins Visier eines Personalberaters geraten ist und trägt sich mit dem Gedanken, dem nachzuhelfen. Wie aussichtsreich ist es, selbst den Kontakt zu suchen? Aussichtsreicher als gemeinhin vermutet wird! Wichtig ist allerdings, dass der Jobsuchende vorher seine Hausaufgaben gemacht hat. Er muss vor allem in das Portfolio des Beraters passen. Generell gilt: Die Personalberater nutzen auch persönliche Kontakte, um auf potentielle Bewerber aufmerksam zu werden. Wenn Sie mit offenen Karten spielen, von sich einiges erzählen und der Personalberater nicht das Gefühl hat, nur Informationslieferant zu sein, können Sie Dinge erfahren, die für einen erfolgreichen Karrierestart bei einem der Auftraggeber des Beraters extrem förderlich sind. Allerdings sollten auch Sie genau untersuchen, wie kompetent der Headhunter wirklich ist.
    – Hat er einen Alleinauftrag?
    – Ist er wirklich beauftragt mit der Suche?
    – Kennt er seinen Auftraggeber gut und den vakanten Job?
    – Ist er Insider, intimer Kenner der Branche, kann er wirklich kompetent beraten? … oder will er nur Ihr Bestes: Ihren Lebenslauf, den CV, das Profil… um dann mit Ihren Unterlagen auf Akquisetour zu gehen? Die überwiegende Mehrheit der Branche besteht leider immer noch aus mehr oder weniger „ungelernten Headhuntern“, die vielleicht gute Redekünstler und tolle Selbstdarsteller sind, aber überhaupt keine Ahnung haben, wie aufwendig, anspruchsvoll und komplex die Arbeit eines erfolgreichen Headhunters wirklich ist.

    Denken Sie daran, dass es kein geschützter Beruf ist, jeder kann ihn ausüben, sich Personalberater nennen und die Welt damit in Angst und Schrecken versetzen. Also äußerste Vorsicht ist in jedem Fall geboten! Kommen Sie in falsche Hände, ist das eventuell das Ende ihrer Karriere. Dann laufen Sie ohne Ihr Wissen vielleicht schon bald über sämtliche Ticker suchender Unternehmen und werden wie Sauerbier auf dem Arbeitsmarkt angeboten. Sie können schnell erahnen, wie sich das auf Ihre Karriere auswirken wird. Generell hilft es also, wenn der Kandidat auch hier eine gewisse Eigeninitiative entwickelt und sich selbst im Vorfeld über den Berater kundig macht. Mit gezielten Fragen an den Berater macht man nicht nur einen guten Eindruck, sondern kann diesen auch geschickt auf den Zahn fühlen. Besonders hilfreich sind Listen von kompetenter Seite, die eine Aufstellung des namhaften Headhunters liefert und damit eine seriöse Basis für gezielte Schritte schafft.

    Wie Sie einen seriösen Headhunter erkennen können:

    Ein professioneller Headhunter wird Ihnen immer eine schriftliche und ausführliche Stellen (Job-) Beschreibung zukommen lassen können, nachdem er Ihre Unterlagen hat. Falls nicht, könnte es sein, dass kein offizielles Suchmandat vorliegt und er ohne festen Auftrag versucht, Sie „ins Spiel“ zu bringen. Dann akquiriert er auf Ihre Kosten und dann sollten Sie den Kontakt abbrechen – Sie zerstören sonst nur Ihren Marktwert.

    • Ein seriöser Headhunter wird niemals einen persönlichen Termin mit Ihnen und seinem Mandanten vereinbaren, ohne dass er Sie persönlich kennen gelernt hat.
      Kann ein Headhunter es nicht richtig einschätzen, ob Ihre Erfahrungen und Qualifikationen dem Anforderungsprofil entsprechen, kommt es gelegentlich vor, dass er Ihnen einen Fragebogen sendet, um den “perfekten Match” herauszuarbeiten. Sehen Sie dies als Chance, denn jetzt können Sie Ihre Erfolge und Leistungen gezielt darstellen.
    • Ein seriöser Headhunter sollte Ihnen nach einem Gespräch mit dem Klienten offenes & direktes Feedback von sich aus übermitteln. Dies trennt die “Spreu vom Weizen”. Selbst wenn Sie für die Position nicht in Frage kommen, sollte ein guter Headhunter Sie anrufen, um Ihnen mitzuteilen, dass Sie aus dem Rennen sind und die Gespräche nicht mehr weiterverfolgt werden. Dieser Punkt wird von Kandidaten in unserem Premium Service häufig bemängelt, dass Headhunter anfangs oft sehr “pushy” sind und danach, sobald sich ein Kandidat herauskristallisiert hat, man vergessen wird bzw. kein Feedback vermittelt wird.
    • Ein seriöser Headhunter wird Sie, wenn er Sie an einen Mandanten vermittelt hat, in den ersten Wochen / Monaten nach Anstellung in Form von 1-2 Telefonaten begleiten und Anregungen geben falls gewünscht.