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    Viva La Vita!

    TIPPS ZUR ERSTELLUNG EINES LEBENSLAUFES

    Für eine aufmerksamkeitsstarke Bewerbung. Der „elektronische CV“

    Sie möchten eine Bewerbung erstellen? Der Lebenslauf ist neben dem Anschreiben der Schlüssel für eine erfolgreiche Bewerbung. Lebenslauf, CV, Curriculum Vitae, elektronischer Lebenslauf … was ist was und vor allem wofür? Wir wollen das im Folgenden erklären und Ihnen Tipps geben.

    Unter „elektronischem Lebenslauf“ versteht man den Begriff, seine Bewerbungsunterlage zu digitalisieren und in eine ansprechende Form zu bringen, damit man ihn dann per E-Mail versenden kann. Der Lebenslauf ist der Spiegel Ihres beruflichen Tuns und Ihrer vorangegangenen Ausbildung, „CV“ ist nur die Abkürzung des lateinischen Begriffes Curriculum Vitae.

    Grundsätzlich ist die Methode, sich per E-Mail mit Anschreiben und seinem Lebenslauf als Attachement für eine vakante Position zu bewerben, inzwischen sehr üblich geworden. Kontraproduktiv ist das Versenden von schriftlichen Bewerbungsmappen, wer das noch macht, der outet sich gleich als jemand, der in der Zeitachse irgendwo auf halbem Weg stehen geblieben ist.

    Was ist ein „CV“ und wie sollte so eine Bewerbung aussehen? Und vor allem, wie sollte sie NICHT Aussehen – dann hier werden die meisten Fehler gemacht. Das wollen wir hier näher erklären und ein paar Tipps zu Form und Inhalt geben.

    Bewerbung und Lebenslauf

    Wichtig bei einer Bewerbung ist, dass SIE selbst in Ihrem Lebenslauf herausstellen, warum SIE auf den Job passen!

    Lassen Sie nicht zu, dass der Leser mutmaßt und das selbst tut, das geht nur selten gut aus!

    Was ist ein CV und wie sollte er aussehen?

    1. Der Begriff „CV“
    Der „CV“ (Curriculum Vitae) ist eine spezielle Form der Bewerbungsunterlage. Diese Form wurde aus dem amerikanischen Personalmarkt übernommen und setzt sich zunehmend auch in Deutschland durch.
    Im Gegensatz zum klassischen (alten) deutschen Lebenslauf, der chronologisch und „von hinten nach vorne“ aufgebaut ist (also beginnend mit den ersten Stationen) und ganz früher sogar handschriftlich erstellt werden sollte, beginnt der „CV“ mit den jüngsten Ereignissen. Die aktuellen Ergebnisse werden also nach vorne gestellt und bilden so ein verkaufsorientiertes Werkzeug. Das ist abgeleitet vom amerikanischen Vorbild, die Kollegen jenseits des Teiches haben es schon immer verstanden, wie man am Besten Werbung (für sich) betreibt. Nicht, indem man in der Vergangenheit startet und langweilt, sondern direkt mit aktuellem Wissen, seinen Stärken und Erfahrungen protzt und dem Leser so Appetit auf mehr macht.

    Der Bewerber steht also direkt im Mittelpunkt mit aktuellen Informationen und es ist nicht so einfach, sich selbst (positiv) zu beschreiben, ohne in Lobhudelei zu verfallen. Die meisten verwenden hierfür leider nur Worthülsen und allgemeine, austauschbare Floskeln, und wir haben hier die Hitliste der TOP-Worthülsen in Bewerbungsschreiben zusammen gefasst.

    Die Kunst ist es, aus einem „Steckbrief“ eine interessante und leicht lesbare Lektüre zu machen, die den Leser anregt, mehr über die Person erfahren zu wollen. Daher sollte man Qualität vor Quantität setzen, nicht mit Fakten erschlagen, sondern seine persönlichen Erfahrungen, beruflichen Stationen und gelernten Fertigkeiten mit kurzen Kommentaren und Analogien versehen.
    Inhaltlich muss daher sorgfältig formuliert werden und auf die Vakanz, auf die Sie sich gerade bewerben, genauestens abstimmen.
    Nehmen Sie dem Leser das Denken ab, warum genau SIE für diese Position die richtige Besetzung sind – und überlassen Sie das nicht dem Zufall.

    Ihr CV soll also vor allem Interesse an Ihrer Person wecken und dem Leser „Appetit“ darauf machen, Sie kennen zu lernen. Nehmen Sie daher keine standardisierten Floskeln oder tabellarischen Formulare, aus denen erkennbar ist, welches Buch dazu Sie gerade gelesen haben. Drücken Sie „Ihrem Lebenslauf“ den eigenen persönlichen Stempel auf, eine gewisse Kreativität fördert das Interesse und die Neugier an Ihrer Person. Nur übertreiben soll man es auch nicht, es sei denn, Sie bewerben sich als Kreativdirektor bei einer Agentur. Es gibt nur ein paar Dinge, die zentral wichtig sind, deshalb haben wir im Anschluss einen Leitfaden dazu zusammengestellt.

    2. Die FormTipps zum Lebenslauf

    Gleich am Anfang sei gesagt: Senden Sie niemals eine Briefbombe von 10 Megabyte und mehr per Mail, aufgeteilt in 10 lustige Puzzleteilen. Dann sind Sie schon am Anfang in der vertikalen Ablage und Ihr Image ist damit auch für die Zukunft bei diesem Unternehmen ruiniert.

    Erstellen und Versenden Sie immer nur EIN Dokument. Das ist übersichtlicher und zur weiteren Bearbeitung des Adressaten besser archivierbar. Versenden Sie keine ZIP-Dateien mit 50 Anhängen, das ist nicht zu handeln und wird in der Regel auch aus Sicherheitsgründen gar nicht erst geöffnet – weil sich hier ein Virus oder eine Phishingmail verstecken könnte.

    Nur die letzten Zeugnisse sollten in ihre Bewerbung kopiert werden. Zu viel Information, zu viele Zeugnisse wirken eher kleinkariert und blähen auch die Größe des Dokumentes unnötig auf. Oft werden Zeugnisse sowieso nicht mehr so hoch bewertet. Sollte der Adressat mehr Information benötigen, wird er sie später explizit anfordern.

    3. Der Aufbau der Bewerbung
    Formulieren Sie als erste Seite ein nettes, sympathisches, aber kurzes Anschreiben. Beziehen Sie sich auf die Position und erklären Sie kurz, warum Sie auf die Vakanz ideal passen. Nehmen Sie dem Leser dabei das Denken und Interpretieren ab. Machen Sie nur keine Ausflüge in Superlative oder Floskeln (Ich war schon immer ein Menschenkenner…“, „Ich bin ein echter Vertriebsprofi…“), sondern benutzen Sie Fakten und beschreiben authentisches Verhalten von Ihnen.

    Auf der zweiten Seite nach dem Anschreiben können Sie ein Photo von sich einbauen und dabei die wesentlichsten Daten zu Ihrer Person skizzieren. Bitte geben Sie sich Mühe mit dem Photo, denn „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Gehen Sie idealerweise zu einem Photographen – das Geld ist gut investiert.
    Verschweigen Sie nie ihr Alter, auch wenn Sie sich zu alt für die Position fühlen. Damit diskriminieren Sie sich nur selbst und schüren unnötiges Misstrauen.

    Erwähnen Sie auch Gehaltsvorstellungen, Kündigungsfristen und alle relevanten persönlichen Daten zu Ihrer Person.
    Ein Lebenslauf ist ein Dokument, es sollte deshalb auch unterschrieben sein und ein Datum enthalten. Das gilt auch bei elektronischen Lebensläufen mit Ihrer eingescannten Unterschrift – das wirkt zudem professionell. Lassen Sie die Bewerbung unbedingt von einem Dritten Korrektur lesen – Fehler sind mehr als nur peinlich, sie lassen Rückschlüsse auf Sorgfalt, persönliches Arbeits-verhalten und mangelhafte Deutschkenntnisse zu.

    Verwenden Sie nicht zu viele verschiedene Schrifttypen, ändern Sie nicht zu oft das Format und den Stil (fett, kursiv, unterstrichen…), das macht den Lebenslauf nur unruhig. Hält man eine Stilform ein, ist der Lebenslauf übersichtlicher.

    4. Inhalte
    Beginnen Sie mit Ihrer letzten Tätigkeit.

    Listen Sie Zeit (Monat/Jahr) mit Positionsbezeichnung und Firma auf. Beschreiben Sie dann kurz das Unternehmen, eventuell die Firmenkultur und erläutern Sie Ihre Aufgabe. Nehmen Sie dabei Bezug auf die Dinge, die für den Leser besonders interessant sind in Bezug auf die Vakanz und geforderten Fähigkeiten und Erfahrungen, auf die Sie sich bewerben. Es wird also Station für Station der Schwerpunkt der Tätigkeit dargestellt, sowie besondere erworbene Kenntnisse. Diese Ausführungen orientiert man idealerweise an der ausgeschriebenen Position.

    Stellen Sie Tätigkeiten, die für die angestrebte Position nützlich sind, ausführlicher dar. Wichtige Punkte sind in diesem Zusammenhang: besonderes Know-how, Personalverantwortung und Budgetverantwortung sowie z.B. Kunden und betreutes Gebiet/Branchen bei Vertriebs-positionen. Zur Beschreibung der Tätigkeit bitte Stichpunkte verwenden und keine „Romane“ verfassen. Sollten die Unternehmen, bei denen Sie tätig waren, weniger bekannt sein, so geben Sie eine kurze Erklärung oder ein kurzes Firmenprofil darüber ab.

    Erklären Sie auch kurz zwischen den Stationen, warum Sie von deiner Position zur nächsten gegangen sind, also Ihre Wechselgründe. Es sollte damit ein roter Faden erkennbar sein, das wirkt strategisch und zeigt, dass Sie Ihre Karriere sinnvoll planen. Hobbies: Die Nennung der Hobbies ist grundsätzlich interessant. Sie geben einen zusätzlichen Einblick in Ihre Person. Allerdings sollten diese „insides“ nicht zu detailliert dargestellt werden. Eher kurz halten. Seien Sie darauf gefasst, dass man Sie im Interview darauf anspricht, um sie besser kennen zu lernen.

    Bezüglich des Zeitraums einer Ausbildung/ Weiterbildung/Beschäftigung ist es wichtig, auch Monate der Beschäftigung und nicht nur Jahreszahlen anzugeben.

    Ist es nicht möglich den Lebenslauf von Anfang bis Ende chronologisch aufzubauen, muss innerhalb der Unterpunkte die Chronologie eingehalten werden. Die persönlichen Angaben müssen vollständig sein. Wichtig ist die Nennung einer Telefonnummer, da immer mehr Unternehmen dazu übergehen, den Bewerber gleich direkt telefonisch zu kontaktieren. Es macht keinen guten Eindruck, wenn das Unternehmen erst die Telefonnummer eruieren muss. Sollten sie bestimmte Kontaktaufnahmeformen (oder -zeiten) nicht wünschen, so schreiben sie dies explizit dazu (z.B. in der Firma).

    Praktika/Weiterbildungen: Nicht alle Praktika und Weiterbildungen sind wichtig. Praktika sind dann wichtig, wenn man noch nicht mehrere Jahre Berufserfahrung hat. In diesem Fall sollte auch die Tätigkeit während des Praktikums ausführlicher dargestellt werden, gerade, wenn sie für die Position, für die man sich bewirbt, hilfreich ist. Dies spielt im technischen Bereich eine große Rolle.

    Weiterbildungen sind insofern wichtig, wenn sie einen Beitrag zur besseren Qualifikation für die angestrebte Position leisten. In diesem Fall werden sie, ebenfalls wie die Praktika, bezüglich der Inhalte ausführlicher dargestellt.

    Schule/Ausbildung/Studium: In diesem Bereich ist auf jeden Fall der höchste Abschluss anzugeben. Ist das ein Studium, dann unter Nennung der Fachrichtung und des Studienschwerpunktes sowie der Hochschule, an der man studiert hat.

    Wurde vor dem Studium bereits eine Ausbildung absolviert, sollte auch diese genannt werden. Sprachkenntnisse sind aufzuführen. Ebenso werden PC-Erfahrung und andere Kenntnisse, gerade im technischen Bereich, aufgeführt.

    Ein Beispiel eines „Muster-CV“ finden Sie hier

    Beispiel für ein Anschreiben zu einer Bewerbung

    Blogbeitrag im Headhunterblog: Die Hitliste der 10 sinnlosesten Worthülsen in Bewerbungsanscheiben

    Viel Erfolg!