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    "Gekommen um zu bleiben?"

    Das Bewerbungsgespräch – Vorstellungsgespräch

    Ihre „Ticks“ ・  Die richtigen Fragen ・ Vorbereitung auf das Interview

    Gratulation, Sie haben es geschafft und werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen!

    Damit haben Sie sich noch nicht unsterblich gemacht, aber offenkundig Interesse an Ihrer Person geweckt. Eventuell hat auch der Sie betreuende Personalberater einen guten Job gemacht, und sich für Sie stark gemacht. Enttäuschen Sie ihn jetzt nicht .

    Man möchte Sie also nun genauer kennen lernen. Soweit so gut. Jetzt kommt der schwierigste Teil.

    Vorstellungsgespräch

    Alles, was man gut machen will, muss man vorher trainieren!
    Gehen Sie nie unvorbereitet in ein wichtiges Gespräch.

    Das Vorstellungsgespräch ∙ Bewerbungsgespräch

    Der wichtigste Tipp für das Vorstellungsgespräch:

    Gehen Sie nie unvorbereitet in so ein wichtiges Gespräch. Kein Theaterauftritt, kein Konzert, das man gibt, keine Rede, die man halten muss – ohne dass man intensiv vorher übt. Warum also sollte man unvorbereitet zu so einem wichtigen Event wie ein Bewerbungsgespräch gehen? Das wäre grob fahrlässig und überlässt zu viel dem Zufall und Ihrem vielleicht vorhandenen Improvisationstalent.
    Wenn Sie das haben: Glückwunsch. Kann aber dennoch schiefgehen. Wenn nicht: Üben Sie!

    Was wir Ihnen also dringend ans Herz legen ist, dass Sie sich auf diesen Termin genauestens vorbereiten. Die beste Vorbereitung ist es, wenn Sie die Möglichkeit haben, so ein Gespräch vorher nachzustellen und mit einem Sparringspartner zu üben. Keiner von uns ist perfekt und solche Gespräche erfolgreich zu führen bedeutet, Erfahrung damit zu haben. Erfahrung in der Vorbereitung, Praxis in der Gesprächsführung, vor allem auch Erfahrung im Umgang mit sich selbst.

    Achtung: Ticks!

    Ticks sind die vielen kleinen Angewohnheiten, die jeder von uns hat, die sich aber in so einem wichtigen Gespräch nachteilig auswirken können und auch werden. Es reicht schon, wenn Sie sich in dem Interview 10 mal in einer halben Stunde an die Nase fassen. Unweigerlich wird Ihre Nase das Zentrum der Beobachtung und Ihr Gegenüber wird schon darauf warten, wann es das nächste Mal „passiert“.

    Andere rollen die Augen, zittern unter dem Tisch mit dem Bein, dass die Kaffeetasse bebt oder sorgen mit ihrer ausschweifenden Mimik oder Gestik für sorgenvolle Gesichter beim Gegenüber.

    Diese Ticks lenken nicht nur ab, sie können so stark werden, dass Sie damit das ganze Vorstellungsgespräch ruinieren.

    Es gibt auch verbale „Ticks“, die wir immer gerne wiederholen oder die einfach in ihrer Aussage sinnfrei sind. „Fast hätte ich gesagt, dass…“, „Ich würde mal behaupten, dass…“, „Ich sage immer, dass…“,  „Ich sag mal einfach so, dass…“ und so viel mehr. Konjunktive sind sowieso und in jedem Fall ein NoGo, denn wer würde schon wissen wollen, was Sie hätten, wenn Sie könnten …

    Auch zu ausgeprägter Dialekt ist nicht förderlich für die Atmosphäre, Ihr Gegenüber fühlt sich nicht gut dabei, wenn Sie ihn schwer verständlich mit bayerischem, sächsischem oder schwäbischen Dialekt lautstark zutexten und er heimlich unter dem Tisch die wichtigsten Flokeln aus Spaß googelt.

    Suchen Sie sich am Besten einen Partner aus Ihrem Umfeld, von dem Sie wissen, dass er so eine Simulation des Ernstfalles gerne mitmacht. Denn auch er profitiert davon und lernt viel für sich selbst. Suchen Sie sich jemanden, der ehrlich zu Ihnen ist, der beobachtungsstark ist, der Ihnen ein konkretes Feedback geben kann und nicht zu nett zu Ihnen ist. Denn „nett sein“ würde Ihnen nicht weiterhelfen, im Gegenteil, Sie können Ihr Verhalten dann nicht verbessern und verbauen sich unter Umständen Ihre Chance.

    Haben Sie niemanden zum Üben, dann empfiehlt sich ein Berater, der auf Vorstellungsgespräche spezialisiert ist. Auch wir übernehmen so etwas gerne im Rahmen einer Karriereberatung, gemeinsam mit Ihnen diese Gesprächsszenarien zu üben. Das Honorar dafür ist generell überschaubar und eine gute Investition.

    Fragen. Fragen. Fragen.

    „Wer fragt führt!“ Dieses geflügelte Wort gilt auch im Bewerbungsgespräch. Und wer fragt muss nicht antworten und kann keinen Unsinn reden. Zudem zeigen Sie damit Interesse, dass Sie gut vorbereitet sind und Sie gewinnen Zeit. Und das Allerwichtigste: Sie erfahren viel über Ihren eventuellen neuen Arbeitgeber.

    Wenn Sie während eines Vorstellungsgesprächs darum gebeten werden, „etwas über sich zu erzählen“, dann sollten Sie genau das nicht tun.

    Der potentielle neue Arbeitgeber weiß natürlich ganz genau, wie Ihr schulischer und beruflicher Werdegang aussieht, schließlich hat er die Unterlagen studiert. Statt ihn also mit Fakten zu langweilen und beginnend bei der schweren Kindheit die komplette Nummer in 45 Minuten zum Besten zu geben, sollten Sie die Chance nutzen, um wirklich zu punkten.

    Zeigen Sie also auf, dass Sie sich über das Unternehmen informiert haben und nun motiviert und neugierig in das Gespräch gegangen sind. Das zeigt man am besten, indem man kluge Fragen stellt.

    Auf diese Weise hebt man sich auch von den Mitbewerbern ab und zeigt, dass Sie sich wirklich für das Unternehmen an sich interessieren und sich vorbereitet haben. Schließlich soll der Personaler das Gefühl haben, dass das die Bewerbung Ihrer schlaflosen Träume ist.

    Stellen Sie also geschickte Fragen! Das sind zum Beispiel offene Fragen, auf die man nicht mit Ja oder Nein antworten kann. Fragen, die Ihnen auch wirklich »Einblicke« ins reale Geschehen geben und damit echte Entscheidungshilfen für Sie sind.

    Folgende Fragen können Sie in einem Erstgespräch stellen:

    Gute Fragen, die Ihren Gegenüber in Redewallung bringen werden, sind:

    • Können Sie mir Ihre Firmenkultur genauer beschreiben?
    • Welchen Stellenwert hat bei Ihnen die Teamarbeit?
    • Wie positioniert sich das Unternehmen?
    • Welche wichtigsten Ziele hat die Firma?
    • Wie stellen Sie sich den idealen Kandidaten vor?
    • Welche Talente und Fähigkeiten sind in der gesuchten Funktion besonders wichtig?
    • Was sind die ersten Aufgaben, die der neue Stelleninhaber erledigen muss?
    • Was sind die wichtigsten Themen, die angegangen werden müssen?
    • Warum sollte ich bei Ihnen anfangen zu arbeiten?

    Übertreiben Sie aber auch nicht mit den Fragen. Ihre Fragen sollten immer »das Große und Ganze« behandeln, Details sind in einem Erstgespräch nicht angebracht und auch nicht sinnvoll.

    Fragen Sie also nicht nach der Qualität des Kantinenessens oder wie viele Urlaubstage Sie bekommen werden und wie das mit dem Resturlaub geregelt wird. Solche Fragen passen weder zu einem ersten Sondierungsgespräch, noch passen sie sonst. Das sind Details, und zum Teil lassen Sie darauf schließen, dass Sie ein Erbsenzähler sind.

    Wenn Sie derartige Details wirklich interessieren, dann fragen Sie jemand anderen zu einem späteren Zeitpunkt beiläufig, aber nicht in dem Interview.

    Und nun viel Erfolg! Hier gehts weiter: und Sie erfahren, wie Sie gleich in den ersten Minuten punkten und die Ernte einfahren!

    Die miesen Fragen? Hier gibt es die Antworten:

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