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Kündigungsvideo – ein neuer Trend?

Kündigungsvideo – ein neuer Trend?

Kündigungsvideo – ein neuer Trend? 640 356 Christian Pape
Kündigungsvideo

Kündigungsvideo auf Youtube von Marina Shifrin

Im Internet findet man einen neuen Trend: Kündigungsvideos.

In dem kurzen Clip tanzt sie völlig ausgelassen und ekstatisch durch ihr Büro, löscht am Ende das Licht und lässt ihren Chef wissen: „Ich bin weg.“

So ganz neu ist diese Form nicht. Bereits 2011 gab es „Joey„, der seinem Arbeitgeber, ein Hotel, mit Trommelwirbel und viel Tamtam seinem Chef süffisant und provokativ gezeigt hat, was er von ihm hält.

Aber das neueste Video von Marina Shifrin, inzwischen über 10 Mio. mal geklickt, löste neuen, großen Wirbel aus. Inzwischen gibt es sogar von ihrem „Ex-Chef“ beim taiwanischen Videoproduzenten Next Media Animations, eine Youtube-Antwort, bei der er unter anderem in einem Swimmingpool auf der Dachterrasse und Bildern seines bestens gelaunten Teams für seinen Brötchengeber wirbt.

Ist das hilfreich für die Karriere? Sollte man auch in Deutschland zukünftig per Video seinem Arbeitgeber die Meinung sagen? Kündigung 3.0?
Sicher nicht. Zum einen gäbe es rechtliche Konflikte und gerichtliche Ansatzpunkte, denn der Imageschaden für ein Unternehmen ist doch beträchtlich. Nur verständlich und clever, wenn dies, wie in Marina Shifrins Videooffensive, von ihrem Brötchengeber mit einer medialen Antwort pointiert wird, um den Schaden in Grenzen zu halten.

Zum Anderen vergisst das Internet nichts und für immer und ewig werden Videos und jegliche Beiträge und Kommentare  für jeden einsehbar bleiben. Man sollte nie negativ über seinen Arbeitgeber Stellung beziehen, egal wo und wie. Der neue Arbeitgeber unterstellt ganz natürlich, dass so ein Verhalten sich bei ihm wiederholen kann und wird von einer Einstellung Abstand nehmen.

Ob bei Youtube, Facebook, Blogs und Foren, einmal gesagt, kann man es nie mehr rückgängig machen. Inzwischen „googlen“ viele Unternehmen und natürlich auch Personalberater, ob und in welcher Form ein potentieller neuer Mitarbeiter im Internet Spuren hinterlassen hat, die für eine Einstellungsentscheidung wichtig sind. Es gibt Werkzeuge wie „wayback“, die alle Internetseiten speichern und auch nachträglich einsehbar machen, sodass auch ein Löschen nicht hilft.

Ein Bericht mit einer Stellungnahme von Christian Pape zu diesem „Trend“ sendet RTL am 2. Oktober ab 18:45 Uhr in den RTL News.

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Christian Pape

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