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Recruiting nach Corona: Welche Entwicklungen bleiben?

Recruiting nach Corona: Welche Entwicklungen bleiben?

Recruiting nach Corona: Welche Entwicklungen bleiben? 2500 2051 Monika Huber
Monika Huber

Monika Huber, Assistentin der Geschäftsführung

Als am 22. März 2020 der erste Lockdown in Deutschland in Kraft trat, ahnte noch keiner, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie haben würde. Sie hatte nicht nur einschneidende Einschränkungen im privaten Bereich zur Folge. Auch die Unternehmen mussten ihre Arbeitsweise anpassen. Hygienekonzepte wurden gebraucht, sofern möglich wurde Homeoffice eingerichtet, digitale Konzepte mussten umgesetzt werden und vieles mehr. Jetzt gehen immer mehr Beschäftigte in die Unternehmen zurück. Wie hat sich die Arbeitswelt verändert? Welche Auswirkungen hat die Zeit nach Corona für das Recruiting?

Hybride Arbeitsmodelle – gefragte Benefits

Um gute Fach- und Führungskräfte zu bekommen, müssen die Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels gute Benefits anbieten. Hybride und flexible Arbeitsmodelle gehören dabei schon fast zum Standard. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, bedarf es nicht nur der technischen Mittel, sondern auch der Strukturen für operativ funktionierende Teams. Wie kann hier die Zusammengehörigkeit im Team gegeben sein, wenn weniger Kontakte vorhanden sind? Zum einen werden zunehmend Technologien zum Einsatz kommen, die bei der Verwaltung, Steuerung und Motivation der Leute im Homeoffice helfen. Zum anderen müssen Fach- und Führungskräfte gezielt geschult werden, um kompetent und selbstbewusst mit den relevanten Tools umzugehen (Upskilling).

Das Potential auf dem Arbeitsmarkt entdecken

Unternehmen, die jahrelang mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen haben, können dies als Chance sehen. Welche Fähigkeiten müssen zukünftige Mitarbeiter in das Unternehmen einbringen? Ist das Fachwissen immer noch ein zwingendes Kriterium? Oder kann das notwendige Wissen in einer Umschulung oder in einer intensiven Einarbeitung angeeignet werden?
Weitaus wichtiger als das Fachwissen ist es, den „Perfect Fit“ zu finden. Mithilfe von Persönlichkeitsdiagnostik rückt der Mensch mit seinen wesentlichen Soft Skills in den Vordergrund. Pape Consulting Group bietet als Diagnostiktool die Insights-Analyse an. Es gibt ein ganzheitliches Feedback über die natürlichen Talente eines Probanden. Der ausführliche Report beinhaltet sowohl Erkenntnisse über die Verhaltenspräferenzen als auch über die wichtigsten Motivatoren. Er enthält Hinweise für die Kommunikation sowie über die natürlichen Stärken und Schwächen.
Dies verhindert, dass Sie Mitarbeiter einstellen, von denen Sie sich kurz darauf wieder trennen müssen, weil sie nicht zur Unternehmenskultur gepasst haben.

Wandlung der Recruiting-Kanäle

Recruiting-Kanäle nach CoronaNicht nur das knappe Budget wird das Recruiting beeinflussen. Messen werden zwar weiter stattfinden. Dennoch werden viele Massenveranstaltungen vermieden. Wie bei vielen Bereichen wird auch hier ein hybrides Arbeiten sinnvoll sein. Einerseits können Unternehmen sich auf Messen präsentieren. Andererseits orientieren sich viele durch die Digitalisierung im virtuellen Raum. Die Corona-Pandemie hat das digitale Recruiting vorangetrieben. Nicht nur die Präsenz in den sozialen Medien wird wichtiger, sondern auch ein einfaches und simples Online-Bewerbungsverfahren. Bewährte Prozesse werden vielerorts mit neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung kombiniert und genutzt.

Worauf kommt es jetzt an? Fünf Tipps für die Zukunft des Recruiting

Diese Auswahl von Themen verdeutlicht, dass sich das Recruiting wegen der Corona-Pandemie verändert hat. Viele Themen werden nun anders gesehen, Prozesse werden digitaler. Daher haben wir hier ein paar Tipps für Ihr Recruiting:

Denken Sie langfristig!

Auch wenn Sie noch nicht auf der Suche nach neuen Fach- und Führungskräften sind, so denken Sie langfristig. Über kurz oder lang werden Sie neues Personal suchen. Bauen Sie jetzt schon Ihr Employer-Branding auf oder vertiefen Sie es. Bleiben Sie mit potenziellen Kandidaten oder Personalberatern in Kontakt. Vergewissern Sie sich, dass der Ruf Ihres Unternehmens sowohl intern als auch extern keinen Schaden nimmt.

Priorisieren und planen Sie!

Welche Positionen sind von einer erhöhten Fluktuation betroffen? Können aktuell Beschäftigte animiert werden, weiter im Betrieb zu arbeiten? Welche Positionen sind geschäftsrelevant und welche sind regelmäßig schwer zu besetzen? Legen Sie so die wichtigsten Positionen fest und fragen sich, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um eine Vakanz zu vermeiden.

Gehen Sie andere Wege!

Stellenanzeigen in Zeitungen sind schon länger nur für eine bestimmte Zielgruppe bestimmt. Um junge Talente anzusprechen, bedarf es anderer Kanäle – Online-Jobportale, digitale Hochschulmessen oder soziale Netzwerke. In nahezu jedem Kanal gibt es vielfältige Methoden, um mit den jungen Talenten in Kontakt zu treten. Einblicke in das Unternehmen sowie eine einfache und schnelle Kontaktmöglichkeit erhöhen Ihre Chancen auf geeignete Kandidaten.

Nutzen Sie die Überzeugungskraft Ihrer Mitarbeiter!

Christian Pape, CEO und Buchautor, weist darauf hin, wie wichtig die eigenen Mitarbeiter beim Recruiting sind: „Nutzen Sie Ihre eigenen Mitarbeiter im Recruiting-Prozess! Überzeugen Sie mit einem Corporate-Fit, der Mitarbeiter-Treue sowie der Produktivität! Nicht unterschätzen sollten Sie dabei die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter – belohnen Sie diese am besten auch für Empfehlungen.

Agieren Sie authentisch, schnell und direkt!

Last but not least: Unterschätzen Sie nie die Candidate Experience. Die Wertschätzung, die Sie allen Bewerbern durch schnelle Antworten und direktes Feedback geben, kehrt positiv zu Ihnen zurück. Dabei sollten Sie authentisch agieren, um Vertrauen zu schaffen. Um Missverständnisse zu vermeiden, fragen Sie auch konkret nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kandidaten.

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